Online-Visitenkarte - Minden

Minden kurz vorgestellt
Mit rund 86.000 Einwohnern ist die Stadt Minden kultureller Mittelpunkt sowie Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Kreises Minden-Lübbecke. Umgeben von Wiehen- und Wesergebirge, Waldstücken, Wiesen und Moor liegt das mehr als 1200 Jahre alte Minden am Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal in der Region Ostwestfalen. Minden gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Land der Bundesrepublik.
Die Stadt ist ein bedeutendes Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungszentrum für ein Umland mit 450.000 Einwohnern. Die unmittelbare Nähe zur dreispurig ausgebauten Autobahn 2, die Köln-Berliner Eisenbahnstrecke mit IC- und ICE-Haltepunkten und auch das Wasserstraßenkreuz bieten eine optimale Anbindung zu Land und zu Wasser.
Mit 850 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Minden eine hohe Bevölkerungsdichte. Der Bevölkerungsaufbau weist 22 % Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren aus. 60,8 % der Wohnbevölkerung sind zwischen 22 und 65 Jahre alt, 17,2 % sind älter als 65 Jahre.

Geschichte und Traditionen
Ihre Ersterwähnung verdankt die Stadt Kaiser Karl dem Großen. Dieser hielt anno 798 am geografisch günstigen Ort „Minda“ eine Reichsversammlung ab und gründete 799 das Bistum Minden. Die Ursprünge der Besiedlung aber liegen noch weiter zurück, das beweisen Ausgrabungen in Päpinghausen, die auf keltische Bewohner schließen.
Durch die Verleihung von Markt-, Münz- und Zollrecht im Jahr 977 wurde Minden zum Wirtschaftsknotenpunkt der Region. Es blieb mehr als 700 Jahre lang landesherrlicher Münzprägeort und kann auf eine 1000-jährige Markttradition zurückblicken. Minden gehörte als Gründungsmitglied zum Städtebündnis der Hanse.
Eine neue Epoche der Mindener Stadtgeschichte begann nach dem Ende des 30-jährigen Krieges im Jahr 1648. Diese war über zwei Jahrhunderte durch brandenburgisch-preußisches Militär und Beamtenschaft geprägt. 1873 war ein weiteres wichtiges Datum in der Geschichte: In diesem Jahr wurde die Festung aufgehoben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts siedelten sich dann vermehrt Industrie- und Gewerbebetriebe an. 1915/16 wurde die Weserstadt durch den Mittellandkanal an das europäische Kanalwegesystem angeschlossen.
Das Fest mit der größten Tradition ist das alle zwei Jahre stattfindende (nächstes: 7. bis 11. Juli 2004) „Mindener Freischießen“. Es wird nach überlieferten Statuten und Regeln gefeiert. Veranstalter ist das Mindener Bürgerbataillon.

Ökonomie und Wirtschaft
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Minden zu einem dynamischen Wirtschafts-standort entwickelt, in dem Metall verarbeitendes Gewerbe, chemische Industrie, Papier-, Holz- und Kunststoffindustrie sowie weltweit agierende Firmen der Elektrotechnik und Nahrungsmittelindustrie dominieren.
Rund 4.600 Unternehmen und Betriebe haben heute in Minden ihren Sitz. Von den rund 42.000 Arbeitsplätzen in der Stadt entfallen ca. 14.000 auf das produzierende Gewerbe, ca. 12.000 auf Handel und Verkehr und ca. 16.000 auf die übrigen Bereiche, insbesondere den öffentlichen Dienst.
Sehenswürdigkeiten und kulturelle Angebote
Der Stadtkern Mindens ist geprägt durch mittelalterliche Kirchen, schmuckvolle Bürger- und Kaufmannshäuser. Zahlreiche Gebäude, darunter auch das jetzige Preußen-Museum (vorher Defensionskaserne) am Simeonsplatz sowie das Proviantmagazin am Martinikirchhof stammen aus der Epoche, die von preußischen Baumeistern wie Schinkel und Gilly geprägt wurde.
Die obere Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und die Innenstadt mit den zahlreichen historischen Bauten, darunter der 1000-jährige Dom mit der Domschatzkammer und das älteste Rathaus Westfalens mit seiner gotischen Laube aus dem 13. Jahrhundert sind Zeugen einer bewegten Geschichte. Dazu gehören auch prachtvolle Gebäude aus der Weserrenaissance, das Mindener Museum, untergebracht in fünf Fachwerkhäusern der Altstadt, die alten Kirchen der Stadt und die Fischerstadt. Einzigartig in der Region ist die Schiffmühle, die 1998 originalgetreu hergerichtet in Betrieb genommen wurde. Sie hat ihren Liegeplatz an der Weserpromenade.
Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittelland-kanal mit der 83 Meter langen Schachtschleuse und der 1998 in Betrieb genommenen neuen Kanalüberführung. Das mit 370 Metern Länge zweitgrößte Brückenbauwerk der Binnen-schifffahrt kann man vom Land oder auch vom Wasser aus besichtigen.
Die Stadt ist aber auch bekannt für ihr Kulturangebot. Neben dem Preußen-Museum und dem Mindener Museum für Geschichte, Landes- und Volkskunde hat das Stadttheater Bedeutung für die gesamte Region und verzeichnet außergewöhnlich hohe Besucherzahlen. Minden ist auch Mekka der Jazzmusik. Daneben verfügt die Stadt über eine Stadthalle für Tagungen, Kongresse und große Veranstaltungen, ein Kulturzentrum und das Theater am Weingarten.

Sport, Musik und Vereinigungen
Minden ist sportliche Hochburg. Mit einem Organisationsgrad von 32,3 Prozent steht die Stadt an der Spitze in der Region Ostwestfalen-Lippe. 26.600 Mitglieder sind in 136 Vereinen und Betriebssportgemeinschaften aktiv. Mehr als 40 Sportarten werden angeboten - vom Kanusport über hochklassigen Handball (Männer- und Frauenmannschaft in der 1. Bundesliga) bis hin zu Bogenschießen und Baseball.
Eine der größten Wassersportveranstaltungen Europas, das "Blaue Band der Weser", findet im Zwei -Jahres-Turnus (wieder im September 2003) statt.
Susann Lewerenz
Stadt Minden, Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: s.lewerenz@minden.de
Telefon: +49 (571) 89204


