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Online-Visitenkarte - Gardelegen

Gardelegen - die traditionsreiche Hopfen- und Bierbrauerstadt

Wappen Gardelegen
Im Herzen der Altmark liegt die Hansestadt Gardelegen mit heute etwa 11.700 Einwohnern.

Um eine im 11. Jahrhundert errichteten Burg entstand die ursprüngliche Siedlung, deren frühester Nachweis als Landstadt auf das Jahr 1196 zurückgeht. Sie wurde an einer Furt, am Zusammenfluss der Flüsse Milde und Lausebach, erbaut.
Rathaus

Rathaus

Auf Grund seiner strategisch günstigen Lage, an der Kreuzung mehrerer Handelsstraßen, umgeben von Mooren und Wäldern, wurde es bald ein regional und auch überregional bedeutsamer Handelspunkt. Hier konnten die Fernhändler aus dem Magdeburgischen auf dem Weg nach Lüneburg und an die Nordseehäfen Schutz finden, ausspannen, ihre Waren umladen, Fuhrwerke reparieren lassen und auch Waren austauschen und zukaufen. Die Bürger der Stadt verdienten gut am Handel und an den Dienstleistungen.
Schwerpunkt war der Handel mit Getreide und anderen Agrarprodukten. Hinzu kam das typische Gardelegener Produkt: Hopfen und später das Garley-Bier.

Gardelegen und die Hanse

Rathausplatz mit Hopfenbrunnen

Rathausplatz mit Hopfenbrunnen

Die Mitgliedschaft von Gardelegen in der Hanse nimmt man unter Berücksichtigung der wenigen vorhandenen Quellen heute von 1358 bis etwa 1488 an.

Die Stadt Gardelegen erlebte im ausgehenden Mittelalter eine Blütezeit, wie sie sie nach dem Dreißigjährigen Krieg für Jahrhunderte nie wieder erreichen sollte.

Vielfältig sind die noch vorhandenen steinernen Zeugnisse, die ihren Ursprung in der Blütezeit von Handel, Handwerk und Hanse im späten Mittelalter haben:
  • Zwei gotische Backsteinkirchen mit dazugehörigen wertvollen christlichen Kunstgegenständen.
  • Ein repräsentatives Rathaus gotischen Ursprungs, dessen Fassade von den Wappen der altmärkischen Hansestädte geschmückt wird.
  • Reste der umfangreichen ehemaligen Stadtbefestigungsanlagen mit dem mächtigen Salzwedeler Tor.
  • Eine geschlossene Altstadt, die zwar mehrfach Opfer der Flammen wurde, deren Grundriss aber noch heute das mittelalterliche Stadtbild erkennen lässt. Unter vielen der alten Bürgerhäuser befinden sich die noch gut erhaltenen Gewölbekeller der einstmals mehr als 200 Braustätten in der Stadt.

Gardelegens historisches Erbe – noch heute erlebbar

Wallanlagen mit Stadtgraben

Wallanlagen mit Stadtgraben

Hopfen und Bier – jahrhundertelang Symbole des Wohlstands der Stadt und ihrer Bürger - findet man noch heute in Gardelegen: So zieren drei Hopfenranken das Stadtwappen und das Garley-Bier wird auch heute noch gebraut und ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt.

Die „Wallanlagen“- ein ringförmig um die Altstadt gehender Park mit einer über 100jährigen Lindenallee, mit Resten der historischen Befestigungsanlage, Stadtgraben, Mauerresten ehemaliger Wachtürme und der 3 Stadttore, ist ein besonderer Anziehungspunkt für alle Gardelegener und ihre Besucher. In den letzten Jahren sind der Park und die historischen Bauwerke aufwendig restauriert und rekonstruiert worden. Seit 2004 gehören die Wallanlagen zum denkmalpflegerischen Landesprojektes „Gartenträume –historische Parks in Sachsen-Anhalt“.

Den dreieckigen Marktplatz, an dem sich zur Hansezeit zwei bedeutende Handelsstraßen kreuzten, ziert als Symbol der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit seit 2002 wieder ein steinerner Roland, nachdem sein Vorgänger im Jahre 1727 zusammengefallen war.

Aber auch Zeugnisse der jüngeren Geschichte werden liebevoll bewahrt, wie z.B. das Andenken an den wohl bekanntesten Gardelegener Bürger, den Humoristen Otto Reutter (1870-1931).

Besondere Ziele in der Umgebung

Nicolaikirche vom Wall aus

Nicolaikirche vom Wall aus

Gardelegen liegt am Nordrand der Colbitz-Letzlinger Heide, des einstigen königlich-kaiserlichen Hofjagdgebietes der Hohenzollern. Aus dieser Zeit stammt das repräsentative Jagdschloss im benachbarten Letzlingen.

Die waldreiche Umgebung der Stadt bietet deshalb viele Ausflugsmöglichkeiten in die Natur, wie zum Beispiel ins Gebiet um Lindenthal oder in die offene Heidelandschaft an den Kellerbergen bei Kloster-Neuendorf.

Ein Gutspark in Weteritz als dendrologisches Kleinod mit vielen alten, teils auch exotischen Gehölzen, liegt wenige Kilometer westlich der Stadt.

Im nahe gelegenen Kloster-Neuendorf befindet sich das ehemalige Zisterzienser-Kloster mit einer gotischen Backsteinkirche und wertvoller mittelalterlicher Glasmalerei.
Tourist Information Gardelegen
Telefon: +49 (3907) 42266

In der Karte

Zahlen und Fakten

Gründung 1196 - erste urkundliche Erwähnung als Burg und fester Platz
Wahrzeichen Die 3 Türme von Gardelegen: Rathaus, Marienkirche, Nicolaikirche
Geographische Lage 52° 31° N, 11° 25° O; Höhe im Durchschnitt 51 m über NN
Nächstgelegene, größere Magdeburg, Wolfsburg
Einwohner 11.678 (Stand 31.12.2005)
Studenten -
Verkehrsverbindungen Bahn-Anbindung nach Hamburg, Rostock, Hannover, Berlin, Magdeburg; PKW - gelegen an B 188, Stendal/Wolfsburg; gelegen an B 71, Magdeburg, Uelzen, Lüneburg; Autobahnanschluss: Magdeburg oder Wolfsburg, ca. 50 km; Flughafen – Hannover, Berlin
Typisches Teilweise vorhandene mittelalterliche Befestigungsanlage mit 3 Stadttoren, 3eckiger Rathausplatz mit Rolandstatue, traditionelle Bierbrauereistadt seit dem 14. Jahrhundert; Garley-Bier; Spargel
Internationale Events -
Partnerstädte Waltrop, Gifhorn, Darlowo
Intern. Mitgliedschaften Hansebund der Neuzeit

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