26. Internationaler Hansetag in Osnabrück 2006
Ein Bericht über die Vorbereitung und Durchführung
Osnabrück war schon im Frühmittelalter Mitglied des alten
Städteverbundes der Hanse. Als sich 1980 im niederländischen Zwolle 44 Städte
zum ersten Hansetag der Neuzeit trafen, entsandte auch Osnabrück Delegierte.
Hansefahne vor dem Hansebüro
DIE HANSE ist heute ein aktives Netzwerk zwischen Städten,
die in der Geschichte zum Bund der Kaufmannsstädte, also der historischen
Hanse, gehörten oder mit diesen Städten im regen Handelsaustausch standen. Sie
besteht aus mehr als 160 Städten aus 15 Ländern. In diesen Städten wird der
hansische Gedanke unterschiedlich intensiv und vielfältig gewürdigt – unter
anderem auch mit „Hansetagen“, die in vielen Hansestädten jährlich veranstaltet
werden und die regional reges Interesse hervorrufen.
Aber nur zweimal im Jahr treffen sich die Delegierten aller
Hansestädte zu einem Treffen, auf dem sie in einer Delegiertenversammlung das
vergangene und künftige Wirken des Städtebundes diskutieren und in Beschlüsse
umsetzen: zur Herbstkommission und zum Internationalen Hansetag der Neuzeit.
Diese werden jährlich von einer jeweils anderen Hansestadt unter einem eigenen
Motto ausgerichtet. Damit auch die Delegierten während des Aufenthalts die
gastgebende Stadt und möglichst auch die Region mit den spezifischen Eigenarten
kennen lernen können, wird anlässlich dieser Versammlung – wie zu Zeiten der alten Hanse - ein großes
Fest für die internationalen Gäste und die einheimische Bevölkerung geboten.
Im Rahmen des Internationalen Hansetages hat die gastgebende
Stadt die Gelegenheit, ihre Tradition und Geschichte, ihre ökonomische und
kulturelle Bedeutung einem breiten Publikum zu präsentieren.
1986 erhielt die Stadt Osnabrück den Zuschlag, den 26.
Internationalen Hansetag im Jahr 2006 ausrichten zu dürfen. Ein für die HANSE
bedeutungsvolles Jahr, wurde doch gleichzeitig auch das 650jährige Bestehen des
hansischen Städtebundes gefeiert .
Unter dem Motto „Europa in Osnabrück“ hatte sich die Stadt
u. a. zum Ziel gesetzt:
- Osnabrück als historische Stadt mit attraktiver Kultur auf
hohem Niveau und als Friedensstadt darzustellen
- Der Hansetag sollte vorrangig
eine für die Bevölkerung und die internationalen Gäste populäre Veranstaltung
werden.
- Osnabrück sollte den internationalen Gästen und auch den Besuchern aus
dem Osnabrücker Umland als attraktive und lebendige Stadt nachhaltig in
Erinnerung bleiben, in der sich weitere Besuche lohnen.
Diesen Herausforderungen hat sich die Stadt Osnabrück
gestellt, indem sie ab dem Jahr 2003 die intensive Planungs- und
Organisationsphase des 26. Internationalen Hansetags in Osnabrück in Angriff
genommen hat.
Dieser Beitrag möchte einen Einblick in die Vorbereitungsarbeiten, die
Durchführung und die Resultate des 26.
Internationalen Hansetags 2006 in Osnabrück geben.
Osnabrück sagt Auf Wiedersehen
Der 26. Internationale Hansetag 2006 in Osnabrück war, so
beschrieb es der Vormann der Internationalen Hanse Bernd Saxe: „mit
der Beteiligung von 107 Städten aus 15 Ländern der bisher am besten
besuchte Internationale Hansetag seit dem Bestehen des Bundes der Hanse der
Neuzeit“.
Er lockte laut einer Erhebung der Osnabrück-Marketing und
Kultur GmbH (OMT) 150.000 Besucher in die Osnabrücker Innenstadt, die aus
Osnabrück und Umgebung, dem westfälischen Raum, den Niederlanden, Belgien und
anderen europäischen Hansestädten anreisten. Die Besucher haben lt. dieser
Erhebung den Hansetag mindestens einmal während der viertägigen Veranstaltung
besucht.
Die Befragung ergab ferner, dass diese kulturelle
Großveranstaltung mit ihrem umfangreichen Programm von der Osnabrücker
Bevölkerung als eine Bereicherung des Osnabrücker Kulturlebens empfunden wurde,
war dementsprechend an allen Tagen gut besucht und wurde auch von den angereisten
Gästen als erlebnisreiche Veranstaltung empfunden.
Website des 26. Hansetages 2006 in Osnabrück